Forschungsprojekt DelphiNE – Ressourcenschonungspotenziale in der Nichteisenmetallindustrie

Logo_kleinIm Auftrag des Umweltbundesamtes bearbeiten die Universität Bremen (FG Technikgestaltung und Technologieentwicklung), die Hochschule München (FG Nachhaltiges Zukunftsmanagement) sowie aforetec aus Bremen gemeinsam das Forschungsprojekt .

Ziele

Das Ziel im Projekt: „Ermittlung von Ressourcenschonungspotenzialen in der Nicht-Eisen-Metallindustrie (NE) durch eine Zukunftsanalyse nach der Delphi-Methode (DelphiNE)“ ist es, die Diskussion zur Rolle der NE-Metallindustrie in einer „Green Economy“ anzuschieben und dabei mögliche Entwicklungsszenarien samt Treibern und Hemmnissen sowie Chancen und Handlungsoptionen zu identifizieren.

Hintergrund

Die Produktion und Verarbeitung von Nichteisenmetallen (NE-Metallen) stellt sich äußerst rohstoff- und energieintensiv dar und ist mit hohen Umweltwirkungen verbunden. Eine besondere Dynamik für die NE-Metallbranche in Deutschland ergibt sich aus der Energiewende. Die ambitionierten Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien (35% bis 2020, 80% bis 2050, bezogen auf die Stromversorgung) und bestehende Nachhaltigkeitsziele in Deutschland und Europa sowie Transformationsstrategien hin zu einer „Green Economy“ sind mit einer Steigerung der Bedeutung von NE-Metallen für die deutsche Wirtschaft verbunden. Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Windenergie, Speicher, Elektromobilität und Brennstoffzellen spielen dabei eine zentrale Rolle, einige NE-Metalle werden in diesem Zusammenhang gar als „kritisch“ betrachtet, bezogen auf ihre wirtschaftliche Bedeutung, ihren Zugang und die dauerhafte Versorgung. Gleichzeitig muss die NE-Metallbranche auch technische Herausforderungen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung Erneuerbarer Energien meistern.

 

Vorgehen

Um die für Deutschland strategisch bedeutsame Diskussion auf eine sachlich fundierte und methodisch gesicherte Grundlage zu stellen, bieten sich ausdrücklich Methoden der Zukunftsforschung und hierbei insbesondere das bewährte Instrument der Delphi-Befragung sowie dessen Verknüpfungen zu Szenarien und Roadmaps an. Die Delphi-Befragung ist eine großzahlige expertenbasierte Befragungstechnik. Die Befragung in mehreren Runden führt zu einer Verdichtung der Einschätzungen auf einen harten Kern plausibler Annahmen zu Entwicklungspotenzialen in der NE-Metallbranche, darunter z.B.: Substitution von Primärrohstoffen durch Sekundärrohstoffe, Substitution fossiler Brennstoffe und Reduktionsmittel, Steigerung der Ressourcen- und v.a. Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien zur dezentralen Stromversorgung sowie Recycling bisher ungenutzter Reststoffe und Nutzung von Abfällen. Auf der Basis der Delphi-Befragung werden sodann Szenarien für eine zukünftige ressourceneffiziente NE-Metallindustrie entworfen, mit einem zeitlichen Planungshorizont bis zum Jahr 2030. Die in den Szenarien plastisch werdenden Zukunftsbilder werden durch Roadmaps unterlegt und spezifiziert.

 

Zeitlicher Ablauf

Die erste Befragungsrunde startet am 17. Oktober 2014, der Start der zweiten Befragungsrunde ist für März 2015 geplant. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für April 2016 geplant.

Projektpartner und Kontaktdaten

  • aforetec – „Assessment – Foresight – Technology“; Kontakt Dr. Stefan Gößling-Reisemann (sgr@aforetec.de)
  • Universität Bremen – Fachgebiet Technikgestaltung und Technologieentwicklung sowie artec – Forschungszentrum Nachhaltigkeit; Kontakt: Till Zimmermann (tillz@uni-bremen.de)
  • Hochschule München – Fachgebiet Nachhaltiges Zukunftsmanagement; Kontakt: Prof. Dr. Ralf Isenmann (ralf.isenmann@hm.edu.de)

Weitere Informationen: http://www.tecdesign.uni-bremen.de/typo3/forschung/delphine.html

 

 

 

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