Die VÖW-Sommerakademie 2016 „Industrial Ecology“ ist ausgebucht

Die VÖW-Sommerakademie 2016 wird zum Thema „Industrial Ecology“ stattfinden. Industrial Ecology (IE) ist die Idee, menschliches Wirtschaften nach dem Vorbild von Ökosystemen zu gestalten: kreislauforientiert, ressourceneffizient, nachhaltig und zukunftsfähig. Die diesjährige Sommerakademie diskutiert Konzepte und Methoden der IE sowie ihre Bezüge zu anderen Feldern der Nachhaltigkeitsforschung. Sie findet vom 10.-14.9.2016 in Pforzheim statt und wird von der VÖW, dem Fachgebiet Resiliente Energiesysteme der Universität Bremen und dem Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim, sowie dem Netzwerk IE ausgerichtet.

Inhalt:

Gelehrt, diskutiert und praktisch erprobt werden Methoden der Systemanalyse, der Stoff- und Materialstrommodellierung und der Gestaltung von nachhaltigen industriellen Systemen. Adressiert werden dabei Fragen bezüglich des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen und Umwelt, der Dynamik und der Auswirkungen des gesellschaftlichen Metabolismus und der schonenden Einbettung sozio-technischer Systeme in die Umwelt. Bezüge sollen ferner hergestellt werden zu aktuellen Themen der nachhaltigen globalen Entwicklung, der Transformationsforschung und der Postwachstumsdebatte, mit dem Ziel die Beiträge der IE zu diesen Feldern kritisch auf Reichweite und Wirksamkeit zu überprüfen.

Programm:

Am ersten Tag stehen das Kennenlernen sowie eine Einführung in die Themen und Methoden der IE auf dem Programm. Dieses Wissen wird am zweiten Tag im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden vertieft. Um unterschiedliche Blinkwinkel aufzuzeigen, stammen die Vortragenden aus unterschiedlichen Bereichen, wie Politik, Politikberatung, Wirtschaft und Forschung. Bereits zugesagt haben: Stefan Pauliuk von der Universität Freiburg, Peter Paul Pichler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Tilmann Santarius von Germanwatch und der TU Berlin. An dieser Stelle sind auch die Teilnehmer*innen ausdrücklich eingeladen einen Beitrag, z.B. in Form von Postern, zu leisten.

Tag 3 und 4 stehen im Zeichen einer gemeinsamen Erarbeitung von praxisorientierten Fallstudien unter Anleitung von Experten. Zu mehreren Themen erfolgen Problemaufrisse, die dann in kleinen Gruppen in ausführlichen Study Cases gemeinsam vertieft werden – unter kompetenter Anleitung von Praxispartnern:

  • zu den betrieblichen Energie- und Materialflüssen und deren Einsparpotenzial in Kooperation mit der Pforzheimer Firma Witzenmann unter Beteiligung des Vorstandsmitglieds Philip Paschen,
  • zu Aluminiumherstellung und -recycling in Kooperation mit dem Aluminiumhersteller Hydro unter Beteiligung von Prof. Dr. Georg Rombach (Hydro / RTWH Aachen),
  • zu der e-Mobilität im ländlichen Raum unter Beteiligung von Prof. Dr. Guy Fournier (Hochschule Pforzheim),
  • zu den anthropogenen Materiallagern in unserer Gesellschaft unter Beteiligung von Felix Müller (Umweltbundesamt).

Am letzten Tag erfolgt eine abschließende Reflexion und Diskussion der Ergebnisse sowie der Reichweite des IE-Ansatzes.

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