Über 1,8 t Gold in deutschen Rechenzentren

olbannerleftEine weltweit erste Studie, die den Materialbestand von Datenzentren analysiert, wurde von Wissenschaftlern des Borderstep Instituts erstellt. In der Studie wurde eine Methode entwickelt, die die Berechnung des Bestandes an Material in den ca. 53.000 deutschen Datenzentren ermöglicht.

2008 betrug die Gesamtmenge des Materialbestands in den deutschen Datenzentren 110.300 t. Darunter fielen 37.500 t (34%) auf EDV Ausstattung, 30.700 t (28%) auf Schränke und Einhausungen, 12.000 t (11%) auf Belüftungs- und Klimaanlagen sowie 30.000 t (27%) auf den Materialbestand für das Energienetz. Eine Zerlegung in Materialarten ergibt 58.400 t Eisen, 18.600 t Kupfer, 11.600 t Platinen, 11.100 t Kunststoffe, 7.400 t Aluminium sowie 6.500 t sonstiges Material, wie eine detaillierte Analyse zeigt. Die elektronischen Komponenten beinhalten ferner 1,8 t Gold, 7,5 t Silber und 0,8 t Palladium.

Da auch künftig ein Ansteigen der Edelmetallpreise zu erwarten ist, ist die Rückgewinnung von Rohstoffen aus den Datenzentren nicht nur aus ökologischer Sicht zwingend erforderlich, sondern auch ökonomisch eine interessante Option. Dazu ist es notwendig, dass bei der Entwicklung von IT-Komponenten das Recycling von Anfang an mitbeachtet wird.

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